Ulrich Saxer-Stiftung

zur Förderung des publizistik- und kommunikationswissenschaftlichen Nachwuchses

Saxer
Prof. Dr. Ulrich Saxer

Stiftungsrat

Die Stiftung wurde im Jahr 2000 vom ehemaligen Publizistikprofessor Ulrich Saxer (1931-2012) eingerichtet. Dem Stiftungsrat gehören als Präsident Prof. Dr. Otfried Jarren (IPMZ), als Vizepräsidentin Prof. Dr. Philomen Schönhagen (Universität Fribourg), Prof. Dr. Manuel Puppis (Universität Fribourg), Prof. Dr. Gaetano Romano (Universität Luzern), Dr. Hugo Bütler (ehemaliger Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung»), Edgar Schuler (Ressortleiter Zürich und Region des «Tages Anzeigers») und Prof. Dr. Urs Saxer (Universität Zürich) an. 

Zweck

Das Ziel der Stiftung ist die Nachwuchsförderung in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Die Förderung richtet sich in erster Linie an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Schweiz, die eine akademische Laufbahn anstreben (Habilitierende, fortgeschrittene Doktorierende). Die Stiftung tritt subsidiär zu bestehenden Förderungsprogrammen auf und leistet keine direkten Zahlungen an Einzelpersonen.

Portrait Ulrich Saxer-Stiftung (PDF, 301 KB)

Informationen

Dr. des. Corinne Schweizer (IPMZ) ist für die Stiftungsadministration und Tagungsorganisation zuständig und unter saxer.stiftung@ipmz.uzh.ch zu erreichen.

Bisherige Tagungen

Zukunftswerkstatt 2016: Berichterstattungsfreiheit. Freitag, 28. Oktober, Zürich.

Die Zukunftswerkstatt 2016 – diesmal zu Gast bei der NZZ – widmete sich dem Thema Berichterstattungsfreiheit in freiheitlichen und autoritären Staaten, in der Redaktion und im Internet. Es war in drei Panels gegliedert: Den wissenschaftlichen Teil bestritten die Rechtsanwältin Rena Zulauf (Zulauf & Partner), und die Kommunikationsforscherin Anna Litvinenko (Freie Universität Berlin/Universität St. Petersburg), und den praktischen Teil übernahmen Schriftsteller, Filmemacher und Kolumnist Yusuf Yesilöz (http://www.yesiloez.ch) und die freie Journalistin Bettina Büsser (Reporter ohne Grenzen). Nach einem zusammenfassenden Ko-Referat von Guido Keel (IAM Winterthur) diskutierten Hugo Bütler (ehemaliger Chefredaktor) und Luzi Bernet (stv. Chefredaktor) die Berichterstattungsfreiheit aus Sicht der NZZ.

Zukunftswerkstatt 2015: Social Media als Herausforderung für Forschung und Medienpraxis. Montag, 7. September, Zürich.

Die Zukunftswerkstatt 2015 fand erneut bei der Tamedia in Zürich statt. Das Werkstattthema – Social Media – wurde von Christoph Neuberger (LMU München), Sophie Mützel (Uni Luzern), und Gerold Schneider (Uni Zürich) aus kommunikationswissenschaftlicher, soziologischer, und computerlinguistischer Perspektive beleuchtet. Alexander Sauter (Programmchef des Social TV-Senders joiz), und Hanspeter Kellermüller (Jurist bei der NZZ Gruppe) gaben Einblicke in die Praxis. Die Veranstaltung endete mit dem zusammenfassenden Ko-Referat von Katharina Kleinen von Königslöw (Uni Zürich) und einem Kamingespräch mit Tamedia’s Verwaltungsratspräsident Pietro Supino.

Zukunftswerkstatt 2014: „Neue“ Ökonomie der Aufmerksamkeit: Publikums- vermessung im Zeitalter der Digitalisierung. Montag, 27. Oktober, Bern.

Massenmedien erheben seit jeher die Reichweiten ihrer Angebote und die Präferenzen ihrer Publika. Durch die Digitalisierung hat die Erfassung von Nutzungsaktivitäten jedoch eine neue Dimension erreicht – auf hohe Klickzahlen kann zeitnah reagiernt werden. Hitlisten, Kommentare und Likes machen das Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten aber auch für die Nutzerinnen und Nutzer selbst sichtbar und beeinflussen so deren Selektionsverhalten. An der Zukunftswerkstatt 2014, die diesmal beim Schweizer Radio und Fernsehen in Bern zu Gast war, beleuchten Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis die Vor- und Nachteile dieser Entwicklung.

Zukunftswerkstatt 2013: Organisation und Erforschung von Medienwandel. Freitag, 31. Mai 2013, Zürich.

Medien und Journalismus befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Dies fordert sowohl die Wissenschaft, als auch die Medienpraxis heraus. Die Zukunftswerkstatt 2013, die erstmals bei der Tamedia zu Gast war, befasst sich mit folgenden Fragen: Welchen theoretischen Beitrag können die Sozialwissenschaften zum besseren Verständnis dieser Veränderungen leisten? Wie lässt sich Medienwandel empirisch fassen? Und wie organisieren Entscheidungsträger in der Medienbranche Wandlungsprozesse?

Zukunftswerkstatt 2012: Aussenblicke – Medienorganisationen und Medienwandel in Soziologie und Management. Freitag, 11. Mai 2012, Zürich.

Die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft als sozialwissenschaftliche Disziplin lebt vom Austausch mit ihren Nachbardisziplinen. Gerade für Forschung auf der Makro- und Meso-Ebene, die sich für Medienstrukturen und Medienorganisationen interessiert, sind theoretische Ansätze aus Soziologie und Management zentral. Für die Analyse des derzeitigen Medienwandels sind fruchtbare Denkanstösse gefragt. Grund genug für die Saxer-Stiftung, hier mit einer Zukunftswerkstatt anzusetzen und Referent/innen aus Nachbardisziplinen, die sich mit Medien und deren Wandel beschäftigen, zu einem Gedankenaustausch einzuladen.

Zukunftswerkstatt 2011: Medienwandel als Chance und Herausforderung. Sonntag/Montag, 8./9. Mai 2011, Lugano.

Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Medienorganisationen, Journalisten, Medienpolitik aber auch die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft selbst sind von einem tiefgreifenden Transformationsprozess betroffen. Dieser strukturelle Wandel des Mediensystems, verstärkt durch den konjunkturellen Abschwung, stellt bisherige Finanzierungsmodelle von Journalismus zunehmend in Frage. Medienorganisationen sind also gezwungen, eine Reihe von Herausforderungen zu meistern. Gleichzeitig eröffnet das Nebeneinander von Massen- und Individualkommunikation auf verschiedensten Plattformen auch neue Chancen für den Journalismus. Die Zukunftswerkstatt 2011 wirft die Frage auf, was der Medienwandel für den Journalismus und seine demokratische Funktion bedeutet.

Symposium zum 80. Geburtstag von Ulrich Saxer: Der Institutionenbegriff in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Freitag, 1. April 2011, Zürich.

Das IPMZ, die SGKM und die Ulrich Saxer-Stiftung haben gemeinsam ein Symposium zu Ehren des 80. Geburtstags von Ulrich Saxer durchgeführt. Den ersten Teil des Symposiums bildete ein wissenschaftlicher Workshop am Nachmittag. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Grusswort des IPMZ (Gabriele Siegert). Danach wurde der Saxer’sche Medienbegriff diskutiert und kommentiert (Heinz Bonfadelli, Werner A. Meier, Ursula Ganz-Blättler, René Grossenbacher, André Wuerth), bevor Vorträge zu den Themen Medien als Institutionen (Patrick Donges, Christoph Neuberger) und Professionen als Institutionen (Klaus-Dieter Altmeppen, Anna Theis-Berglmair) auf dem Programm standen. Darauf folgte als zweiter Teil des Symposiums eine öffentliche Abendveranstaltung mit rund 100 Teilnehmern. Nach einem kurzen Grusswort der SGKM (Vinzenz Wyss) und der Ulrich Saxer-Stiftung (Manuel Puppis), hielt Marie-Luise Kiefer ein Keynote-Referat über «Journalismus und Medien als Institutionen». Ulrich Saxer selbst bezog daraufhin zum Thema des Symposiums Stellung.

Zukunftswerkstatt 2010: Methodik vergleichender Medienforschung. Montag, 8. Februar 2010, Zürich.

Vergleichende Forschung geniesst in allen Sozialwissenschaften einen immer grösseren Stellenwert und vom wissenschaftlichen Nachwuchs werden entsprechende Kompetenzen erwartet. Doch gerade in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft fehlt es, von gewichtigen Ausnahmen abgesehen, an grundlegenden Auseinandersetzungen mit den methodischen Grundlagen von Vergleichen. Auch werden zumeist sogenannt einfache Vergleiche durchgeführt, also keine Kausalzusammenhänge getestet. Grund genug für die Saxer-Stiftung, hier mit einer Zukunftswerkstatt anzusetzen.

Zukunftswerkstatt 2009: Die Kommunikationswissenschaft in der Öffentlichkeit. Montag, 9. Februar 2009, Fribourg.

Das Verhältnis zwischen (Kommunikations-)Wissenschaft und (Medien-)Öffentlichkeit ist oft kein einfaches. Manche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ziehen sich gerne in ihre Welt aus Fachtagungen und peer-reviewed Journals zurück, andere suchen aktiv den Kontakt zu den Medien und der Öffentlichkeit. Welche Relevanz hat kommunikations- oder allgemeiner: sozialwissenschaftliches Wissen in öffentlichen Debatten, wie wichtig ist die Präsenz der Wissenschaft in der Öffentlichkeit?

Zukunftswerkstatt 2008: Blogs und Online-Foren – neue Formen öffentlicher Kommunikation als Herausforderung. Montag, 11. Februar 2008, IPMZ

Weblogs und online-Foren nehmen als Kanäle der Kommunikation rasant zu, stellen die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft aber vor zahlreiche Fragen. Wie lässt sich diese Mischung aus öffentlicher und privater Kommunikation theoretisch fassen? Welche Relevanz kommt Weblogs zu – sind sie ein Hype, der auch die Wissenschaft erfasst hat, oder bildet sich hier eine ernst zu nehmende und folgenreiche neue Form gesellschaftlicher Kommunikation heraus?

Zukunftswerkstatt 2007: Fragmentierte Öffentlichkeiten – fragmentierte Gesellschaft? Montag, 5. März 2007, IPMZ

Öffentlichkeit ist eine zentrale Kategorie der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Veränderungen in den Strukturen öffentlicher Kommunikation haben immer auch Auswirkungen auf das Fach: Durch das Hinzutreten neuer Akteure, die zunehmende Verbreitung neuer Kommunikationstechniken oder Prozesse der Transnationalisierung entstehen neue Forschungsfragen, verschieben sich Problemstellungen wie theoretische Perspektiven etc. Die Zukunftswerkstatt der Ulrich Saxer-Stiftung widmet sich 2007 wieder aus verschiedenen Perspektiven der Frage, was zukünftige Themen und Anforderungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Schweiz sein werden.

Zukunftswerkstatt 2006: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Die Stiftung veranstaltete am 6. März 2006 eine Zukunftswerkstatt. Wohin entwickelt sich die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, was sind zukünftige Anforderungen in Forschung, Lehre und Transfer, auf die sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und wissenschaftlicher einzustellen haben? Dazu referierten und diskutierten Prof. Bernd Blöbaum (Universität Münster), Prof. Joachim Trebbe (Universität Fribourg), Prof. Miriam Meckel (Universität St. Gallen), Prof. Patrick Rössler (Universität Erfurt) und Prof. Otfried Jarren (Universität Zürich).

17. Mai 2003: Tagung zum Thema Karriereplanung in Zürich.

Schwerpunkte sind das Habilitationsverfahren an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich, Förderungsprofessuren des Schweizerischen Nationalfonds, mögliche Spannungsfelder auf dem Weg zur Habilitation sowie Zukunftsaussichten der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in der Schweiz.

12./13. Januar 2001: Wissenschaftliche Tagung in Zürich.

Acht Publizistikwissenschaftler/innen haben ihre Habilitationsprojekte vorgestellt. Drei dieser Projekte sind 2003 abgeschlossen worden und die Kandidaten haben das Habilitationsverfahren angetreten. .