IPMZ richtet internationalen Workshop zu Populismus und Medien aus

Angesichts des Erfolgs von Protestpartien unterschiedlicher Couleur bei den Europawahlen, der Zustimmung zur „Masseneinwanderungsinitiative“ in der Schweiz und der PEGIDA-Demonstrationen in Deutschland wird öffentlich intensiv über politischen Populismus diskutiert. Doch welche Rolle spielen dabei die Medien? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen hat die Europäische Union im Rahmen des COST-Programms (European Cooperation in Science and Technology) die Einrichtung eines Forscher-Netzwerks bewilligt. Das Netzwerk trägt den Titel „Populist Political Communication in Europe“, ist auf den Zeitraum von 2014 bis 2018 angelegt und in 28 Ländern verankert.

Für die Schweiz sind Prof. Frank Esser und Sven Engesser darin vertreten. Als eine der Initialveranstaltungen des Netzwerks treffen sich vom 26. bis 30. Januar 2015 ausgewählte Kommunikations- und Politikwissenschaftler in frühen Stadien der Berufslaufbahn („Early Stage Researchers“) zum Workshop „New Perspectives on Populist Political Communication“ am IPMZ. Wir freuen uns sehr, 18 Gäste aus elf europäischen Ländern begrüssen zu dürfen.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage, wie populistische politische Kommunikation definiert, konzeptualisiert und empirisch gemessen werden kann. Erkenntnisse über populistische Akteure und Bewegungen in West-, Zentral- und Osteuropa sollen zusammengetragen und miteinander verglichen werden. Ziel des Workshops ist der Austausch über aktuelle Forschungsprojekte und der Aufbau eines dauerhaftes Nachwuchsnetzwerks („Think Tank“). Darüber hinaus sollen den Gästen auch Einblicke in das zweite Modul NCCR Democracy gewährt werden, das sich ebenfalls intensiv mit Populismus und Medien beschäftigt. Die Veranstaltung wird von COST und der Hochschulstiftung der UZH finanziell unterstützt.