
Die Mediengesellschaft stellt politische Organisationen wie Parteien vor große Herausforderungen: Die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit der Medien wie des Publikums erhöht sich ebenso wie Aufwand und Geschwindigkeit der Kommunikation. Parteien reagieren auf diese Herausforderungen durch den Ausbau von Kommunikationsabteilungen und einer Erhöhung ihrer Kommunikationsleistung. Die Studie untersucht solche Formen der Medialisierung auf Basis der neo-institutionalistischen Organisationstheorie und durch empirische Fallstudien traditioneller Parteiorganisationen in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz.

Politische Kommunikation befindet sich im Wandel. Wählerverluste, Mitgliederschwund, Pluralisierung der Interessenlagen, Hierarchisierung auf der einen Seite, Prozesse politischer Entgrenzung, transnationale Institutionenbildung, Medialisierung und Zunahme von horizontalen Interdependenzen auf der anderen Seite - das sind Schlagworte, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen. Politische Akteure - staatliche Organisationen, Parteien, Verbände, Soziale Bewegungen, NGOs, Think Tanks, Unternehmen - sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die sie kommunikativ bewältigen müssen. Wie lassen sich diese Veränderungen beschreiben und erklären? Beiträge renommierter Sozialwissenschaftler untersuchen einzelne politische Akteure und diskutieren die Wandlungstendenzen und ihre Folgen für die politische Kommunikation. Besonderes Interesse gilt den speziellen Herausforderungen unter Bedingungen politischer Entgrenzung und Mehrebenensystemen wie der Europäischen Union. Die Publikation richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Fachbereiche Publizistik-, Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie der Disziplinen Soziologie, Politologie, Wirtschaftswissenschaft und Geschichtswissenschaft. Ferner sind Praktiker der politischen Kommunikation angesprochen, welche sich in ihrer täglichen Arbeit mit den thematisierten Wandlungsprozessen konfrontiert sehen.

Mit Beiträgen von Klaus Armingeon, René P. Buholzer, Manuela Caiani, Francis Cheneval, Donatella Della Porta, Christiane Frantz, Edgar Grande, Otfried Jarren, Hanspeter Kriesi, Dominik Lachenmeier, Andreas Ladner, Friedhelm Neidhardt, Juliana Raupp, Andrea Römmele, Dieter Rucht, Gunnar Folke Schuppert, Martin Sebaldt, Adrian Steiner, Alexander Strassner, Martin Thunert, Hartmut Wessler
Herausgeber
Otfried Jarren ist Professor, Dominik Lachenmeier und Adrian Steiner sind Assistenten am IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich.
Public-Affairs-Berater beteiligen sich an der Gestaltung von öffentlicher und nicht-öffentlicher Kommunikation im Dreieck von Politik, Wirtschaft und Medien.
Wer aber sind die Anbieter solcher Dienstleistungen, wer die Klienten und Zielgruppen? Welche Leistungen werden angeboten und welche Konflikte ergeben sich aus widersprüchlichen Handlungslogiken in Politik, Wirtschaft und Medien? Die Studie beschreibt und typologisiert politische Kommunikation als kommerzielle Dienstleistung. Grundlage ist eine umfassende schriftliche und mündliche Befragung von Public-Affairs-Dienstleistern in der Schweiz.
Autoren
Jochen Hoffmann ist Oberassistent am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern. Adrian Steiner ist Assistent, Otfried Jarren ist Professor am IPMZ – Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich.

Medienpolitik legitimiert sich gemeinhin dadurch, dass mit ihr eine bestimmte Medienordnung angestrebt und durchgesetzt wird. Aber war dies in den deutschsprachigen Ländern jemals der Fall? Gab es je Medienpolitik – aus einem Guss?
Der Band untersucht, wie Medienpolitik in Deutschland, der Schweiz und Österreich realisiert wurde, nimmt weiterhin die europäische und transnationale Perspektive unter die Lupe und diskutiert schliesslich auch die wissenschaftlichen Ansätze der Medienpolitik. Der Band ist Ulrich Saxer zum 75. Geburtstag gewidmet.
Weitere Informationen:
http://www.mediapolicy.uzh.ch/publikationen/

Der Begriff «Governance» hat in den vergangenen Jahren sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik einen rasanten Aufstieg erlebt. Bezogen auf die Regelung öffentlicher Kommunikation diskutiert der Kommunikationswissenschaftler Patrick Donges, wie plausibel der Begriff Media Governance zur Beschreibung von Veränderungen im Bereich der Medien sein kann. Der Band liefert Antworten aus Sicht der Kommunikations-, Politik- und Rechtswissenschaft und weist auf neue Formen und Instrumente der Regelung öffentlicher Kommunikation hin.
Weitere Informationen:
http://www.mediapolicy.uzh.ch/publikationen/

In diese Thematik führt das Lehrbuch ein und bietet einen systematischen Überblick. Dabei werden Grundlagen vermittelt, die zur Analyse von Medienpolitik und Medienregulierung notwendig sind. Das Buch widmet sich den Akteuren der Medienregulierung auf nationaler, europäischer (EU) und globaler Ebene (WTO, UNESCO). Problemorientiert und international vergleichend wird die Regulierung von Presse, Rundfunk, Telekommunikation und Internet in Europa erklärt.
Weitere Informationen:
http://www.mediapolicy.uzh.ch/publikationen/

Mit diesem Lehrbuch wird eine systematische Einführung in das Fach Publizistik- und Kommunikationswissenschaft geboten. Die Einteilung in sechs thematisch kohärente Kapitel gibt dem Lehrbuch eine nachvollziehbare Struktur. Pro Kapitel vermitteln zwei bis vier Beiträge Basiskenntnisse zu allen relevanten Themen und analysieren jüngste Entwicklungen in den Bereichen Medien, Öffentlichkeit und Mediengesellschaft. Eine kurze Einleitung der Herausgeber am Anfang jedes Kapitels vermittelt den „roten Faden“ und die Verknüpfung der einzelnen Beiträge.
Nach einer meta-theoretischen Verortung des Fachs skizzieren die Autorinnen und Autoren im zweiten Kapitel die wesentlichen Grundlagen, Theorien und Modelle. Das folgende Kapitel gibt einen Einblick in die gesellschaftsbezogene Sichtweise der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Analysiert werden Strukturen, Ökonomie und Regulierung. Das Kapitel „Akteure und Prozesse“ umfasst Beiträge, die sich mit den beiden Bereichen Journalismus und Public Relations auseinandersetzen sowie mit deren Zusammenspiel am Beispiel der politischen Kommunikation. Die Beiträge des Kapitels „Medien und Inhalte“ betrachten vor dem Hintergrund aktueller Veränderungsprozesse die technologischen, die thematisch-inhaltlichen und die ökonomischen Dimensionen von Medien und ihren Inhalten. Im Kapitel „Nutzung und Wirkung“ werden die Nutzung der Medien, die Prozesse während der Rezeption und die Wirkungen, die sich sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene zeigen behandelt.

Der Wandel des schweizerischen Mediensystems hat sich in den letzten Jahren beschleunigt: Pendlerzeitungen („20 Minuten“) haben den Pressemarkt erobert, traditionelle Presseunternehmen fusionieren oder kooperieren (z.B. „Bund“ und „Berner Zeitung“), ausländische Medienunternehmen beteiligen sich an schweizerischen Radiostationen („Radio Energy“) und Internetangebote steigen in der Gunst von Werbewirtschaft und Mediennutzern.
Von diesen Entwicklungen sind die für die Meinungsbildung und Unterhaltung besonders relevanten Massenmedien Presse, Radio und Fernsehen stark betroffen. Namhafte Praktikerinnen und Praktiker von führenden schweizerischen Medienunternehmen, Politiker sowie Publizistikwissenschaftler und –wissenschaftlerinnen zeigen auf, welche Auswirkungen der Wandel für Presse-, private und öffentliche Rundfunkunternehmen und für Medienschaffende hat. Die Autoren und Autorinnen stellen dar, mit welchen Strategien Presse- und Rundfunkunternehmen versuchen, sich diesem Wandel anzupassen und welche Perspektiven sich für die Zukunft des schweizerischen Mediensystems ergeben.
Mit Beiträgen von Hugo Bütler, Hanspeter Lebrument, Peter Studer, Andreas Meili, Hans-Jürg Fehr, Philipp Cueni, Otmar Hersche, Heinz Bonfadelli, Otfried Jarren, Daniel Beck, Josef Trappel und Karin Pühringer.
Matthias Künzler ist Assistent am IPMZ - Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: http://verlagsshop.haupt.ch

In vielen Ländern findet eine Debatte über die Zukunft des öffentlichen Rundfunks statt. Seine Bedeutung in der Mediengesellschaft wird oft in Frage gestellt: Der öffentliche Rundfunk soll sich von seiner privaten Konkurrenz unterscheiden, in einem sich ständig verändernden Umfeld dynamisch auf soziale Veränderungen reagieren, der gesellschaftlichen Kommunikation dienlich sein und Leistungsaufträge erfüllen. Dass es bei diesen vielfältigen Regulierungszielen zu Widersprüchen kommt, versteht sich fast von selbst. Der Band zieht eine Bilanz und versucht, Antworten auf die Frage nach der "Zukunft des öffentlichen Rundfunks" zu liefern.
Mit Beiträgen von Wolfgang Hoffmann-Riem, Patrick Donges, Helge Rossen-Stadtfeld, Christian Christensen, Matthias Künzler, Richard Collins, Marcel Machill, Elda Brogi, Olof Hultén, Rolf H. Weber, Els De Bens, Barbara Thomaß, Daniel Beck und Tamara Münger, Erik Nordahl Svendsen, Bernd Holznagel und Ines Vollmeier, Martin Dumermuth, Wolfgang Schulz sowie Wolfgang R. Langenbucher.
Ein „gewichtiges, medienpolitisch interessantes Buch“ (Rezension in „Publizistik“ 2/2004)

Die Beziehungen zwischen Politikern und Journalisten sind insbesondere auf der Ebene bundesdeutscher Eliten ein sensibles Thema. Die Studie analysiert Normen, Strategien und Handlungsmuster, die zur Strukturierung der Interaktionen beitragen. Empirische Grundlage sind 50 Interviews mit aktiven und ehemaligen Spitzenpolitikern sowie Journalisten überregionaler Leitmedien. Aufgrund wechselseitiger Abhängigkeiten entsteht zwischen Politik und Journalismus eine Interpenetrationszone, welche Handlungsspielräume gleichermaßen eröffnet wie begrenzt. Es zeigt sich ein Bild von Akteuren, die durch eine kreative Deutung und Inszenierung von eigenem wie fremden Handeln in der Lage sind, das schwierige Verhältnis von Nähe und Distanz zu meistern.

Wie kann eine vielfältige Publizistik im Rundfunk vor ökonomischen und politischen Einflüssen geschützt werden? Eine Antwort auf diese Frage war in vielen Ländern Europas die Etablierung und Ausgestaltung des öffentlichen Rundfunks in Form eines Public Service. Heute müssen Ziele, Leitbilder und Instrumente der Regulierung des Public Service jedoch ständig an neue Anforderungen angepasst werden.
Ziel des Bandes ist es, aus sozial- und rechtswissenschaftlicher Sicht Modelle für die Sicherung des Public Service herauszuarbeiten. Zugleich liefert der Band einen Überblick über die Rundfunksysteme und die Rundfunkregulierung in elf Ländern. Neben einer theoretischen Analyse von Begriffen wie Regulierung, Selbstregulierung und Co-Regulierung werden vergleichend Leitbilder, Modelle und Erfahrungen der Rundfunkregulierung untersucht.
Das „Standardwerk“ (NZZ) zur Rundfunkregulierung

Mit diesem Lehrbuch wird eine systematische Einführung in das Fach Publizistikwissenschaft geboten.
In den Beiträgen vermitteln die Autoren Basiskenntnisse zu allen relevanten Kernthemen und analysieren die jüngsten Entwicklungen in den Bereichen Medien, Oeffentlichkeit und Informationsgesellschaft. Einige Kapitel sind den Grundlagen, Theorien und Modellen der Publizistik gewidmet, andere der Analyse von Struktur, Oekonomie und Regulierung des Mediensystems. Weitere Schwerpunkte sind Mediennutzung und Medienwirkung, Medienleistungen, und Medienrealität sowie die grundlegenden Methoden der quantitativen und qualitativen Medienforschung.
