Neues Projekt zur Rezeption von Wissenschaftskommunikation

Das Projekt wird geleitet von Carmen Koch (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Iris Hermann (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Julia Metag (Universität Fribourg), Mirko Saner (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) sowie von IPMZ-Professor Mike S. Schäfer. Es ist eine Vertiefungsstudie zum Projekt «Wissenschaftsbarometer Schweiz». Mit einer innovativen, in zwei Vorstudien erprobten Smartphone-Tagebuchmethode werden Detailinformationen zur konkreten, individuellen Nutzung von Wissenschaftskommunikation in Echtzeit erhoben: Wie und auf welchem Wege nehmen Personen wissenschaftliche Informationen wahr? Welche Rolle spielen dabei unterschiedliche Kanäle? Welche Themen interessieren und sprechen die Rezipienten darüber? Für die vier im Wissenschaftsbarometer identifizierten Rezipiententypen – den «Science-Philes», «kritisch Interessierten», «passiven Unterstützern» und «Distanzierten» – werden jeweils zehn Personen mit der Führung eines elektronischen Tagebuchs beauftragt. Die Probanden zeichnen fotodokumentarisch oder über Kommentare ihre Begegnungen mit Wissenschaft auf. Anschliessend werden die Tagebücher in Leitfadeninterviews mit den Probanden diskutiert und die Inhalte analysiert. Die Ergebnisse lassen es zu, der Praxis konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Wissenschaftskommunikation zur Verfügung zu stellen, wodurch sowohl Wissenschaftskommunikatoren als auch das Publikum profitieren.