Neue Publikation: Der Ranking-Effekt - Zum Einfluss des „Shanghai-Rankings“ auf die medial dargestellte Reputation deutscher Universitäten

Universitäten müssen sich zunehmend einem öffentlichen Wettbewerb um Sichtbarkeit und Reputation stellen. Dieser wird maßgeblich über Massenmedien ausgetragen. Allerdings sind Universitäten als komplexe, heterogene Institutionen nur schwer beschreibbar. Universitätsrankings setzen an dieser Stelle an: Sie reduzieren den komplexen Gegenstand auf Ranglisten und wenige Maßzahlen. Die vorliegende Studie untersucht, ob die Veröffentlichung von Ranking-Ergebnissen dazu führt, dass Massenmedien in ihrer Berichterstattung den im Ranking erfolgreichen Universitäten mehr Reputation zuschreiben. Auf Basis einer Inhaltsanalyse deutscher Leit-Printmedien rund um die jährlichen Publikationen der „Shanghai-Rankings“ von 2004 bis 2013 lässt sich zeigen, dass ein Ranking-Effekt auf die Berichterstattung existiert: Nach der Veröffentlichung der Ranking-Ergebnisse wurden dort platzierte Universitäten reputierlicher dargestellt als vor der Veröffentlichung. Dieser Ranking-Effekt ist bei besser platzierten Universitäten stärker als bei niedriger rangierten Hochschulen. Allerdings nimmt er im Zeitverlauf nicht zu.

Schäfer, M.S. & Hegglin, T. (2015). Der Ranking-Effekt. Zum Einfluss des „Shanghai-Rankings“ auf die medial dargestellte Reputation deutscher Universitäten. Publizistik. Link

Adrian Rauchfleisch

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