Publizistik: Buchbesprechung Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation

Medial vermittelte Informationen aus der Wissenschaft bilden ein wichtiges Fundament moderner Wissens- und Mediengesellschaften. Die aktuellen politischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Debatten zeigen allerdings, dass eine wissenschaftliche Fundierung hierbei keineswegs selbstverständlich ist. Umso wichtiger ist es für uns als Kommunikationswissenschaftler, den Transfer von wissenschaftlichem Wissen in die Gesellschaft (und auch die Ablehnung dieses Wissens) zu verstehen. Es gilt zu erforschen, wie und ob wissenschaftliche Ergebnisse in den Medien dargestellt und genutzt werden und inwieweit dies Entscheidungen von Einzelpersonen und politischen oder wirtschaftlichen Institutionen beeinflusst. Der Band Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation liefert dazu einen wichtigen Beitrag. Den Herausgebern ist es gelungen, einen systematischen Überblick über den Forschungsstand der Kernthemen der Wissenschaftskommunikationsforschung zu geben. Im Vergleich zum 2012 erschienenen Handbuch Wissenschaftskommunikation von Beatrice Dernbach, Christian Kleinert und Herbert Münder, das sich praxisorientiert auf einzelne Anwendungsbeispiele aus den drei Ebenen Mikro, Meso und Makro beschränkte, werden hier sehr viel klarer die einzelnen Bereiche des Forschungsfeldes abgesteckt und Forschungsstände umfassend präsentiert.

 

Reifegerste, D. (2017). Bonfadelli, Heinz, Fähnrich, Birte, Lüthje, Corinna, Milde, Jutta, Rhomberg, Markus und Schäfer, Mike S. (Hrsg.): Forschungsfeld Wissenschaftskommunikation. Publizistik. doi:10.1007/s11616-017-0330-z

 

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