Medienpolitik

Im Forschungsschwerpunkt «Medienpolitik» interessieren wir uns dafür, wie Medien institutionalisiert sind und wie Medienordnungen politisch gestaltet werden. Erforscht werden insbesondere Medienorganisationen, Eigentumsverhältnisse und Regulierungsorganisationen. Die grundlegende Annahme ist dabei, dass Medien innerhalb eines gesellschaftlichen Kontextes situiert sind, von gesellschaftlichen Bedingungen geprägt werden und diese ihrerseits mitgestalten. Die Kontextperspektive adressiert ebenfalls die Folgen der Digitalisierung für die gesellschaftlichen Bedingungen sowie die politische Gestaltung von Medienordnungen.

Vor diesem Hintergrund sind in unseren Forschungsprojekten unter anderem folgende Forschungsfragen von Interesse:

  • Wie sind Medienstrukturen ausgestaltet und wie verändern sie sich? Die Art der Ausgestaltung einer Medienstruktur hat massgeblichen Einfluss auf die Produktionsbedingungen von Medieninhalten und die Art dieser Inhalte. Im Zentrum der Analyse stehen Medienorganisationen und ihre Beziehungen zu anderen Akteuren.
  • Wie wird mittels Medienpolitik auf Medienstrukturen Einfluss genommen? Dabei interessiert besonders, welche Akteure an den entsprechenden Prozessen beteiligt sind, welche Interessen sie verfolgen und welche Entscheidungen zustande kommen.
  • Welche Auswirkungen haben medienpolitische Entscheide sowie bestimmte Medienstrukturen auf den Journalismus? Wir konzentrieren uns auf die Auswirkungen dieser Einflüsse auf den Journalismus, zumal aufgrund der Digitalisierung neue Aspekte wie Daten(-journalismus), Big Data und Open Source zunehmend eine tragende Rolle spielen.
  • Wie werden Medien reguliert? Bei der Analyse von Medienregulierung liegt der Fokus auf den für (Massen-)Medien geltenden Regeln. Hier beschränken wir uns nicht auf staatliche Regulierung, sondern nehmen eine Governance-Perspektive ein, die Formen der Selbst- und Co-Regulierung sowie Regulierung auf europäischer und globaler Ebene mit berücksichtigt.